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Überblick

 Überblick

Gemäss der WHO ist die Chinesische Medizin die meist angewandte Therapie der Welt
In den letzten Jahrzehnten hat das Interesse an der Chinesischen Medizin und Akupunktur stetig zugenommen. Der Grund dafür liegt vermutlich weniger an der Methode sondern vielmehr an der Philosophie, die den Menschen sowohl als ganzheitliches Wesen wie auch als Teil  der Natur betrachtet. Das Besondere an dieser Sichtweise der klassischen chinesischen Medizin ist die Bedeutung der „Person“ anstelle der „Krankheit“, der Zusammenhang zwischen dem physischen, mentalen und emotionalen Status der Person.

Heilen der „Person“ anstelle der „Krankheit“
Die klassische Chinesische Medizin betrachtet eine Krankheit als Konsequenz einer tieferen Disharmonie in einer Person. Selbst wenn Krankheitserreger wie Viren und Bakterien eine Krankheit verursachen, kann dies nur geschehen, wenn die Person eine geschwächte Immunität hat. Daher ist das Ziel bei einer Behandlung nicht nur das Eliminieren einer Krankheit, wie in der westlichen Medizin, sondern ein Versuch zu verstehen, was die inneren und die äusseren Ursachen waren, welche die Krankheit entstehen liessen und diese dann zu korrigieren. Es ist logisch, dass erst durch diese Korrektur auch gewährleistet wird, dass die Person nicht wieder erkrankt.

Westliche Medizin rettet Leben, chinesische Medizin erhält die Gesundheit
beide Arten der Medizin haben ihren Platz. Wenn wir einen Unfall haben, verlassen wir uns auf  die Chirurgie und nötigenfalls auf die Reanimation. Im Fall einer akuten und gefährlichen Infektion sollten wir uns mit Antibiotika behandeln lassen usw. Wenn wir aber an einer chronischen Krankheit leiden, bei der die westliche Medizin nur eine symptomatische Behandlung anbieten kann, oder wenn wir immer wieder an der gleichen Krankheit leiden, sollten wir auf eine ganzheitliche Methode zugreifen. Klassische Chinesische Medizin zielt hauptsächlich auf eine Erhaltung der Gesundheit durch Prävention hin, nötigenfalls bedingt sie auch eine Korrektur unserer Lebensweise.

Die Chinesische Medizin besteht aus  den folgenden fünf Richtungen
Akupunktur, Tuina /AnMo, Ernährung, Arzneimitteltherapie und Qi Gong

Akupunktur   
Im Westen ist aus der chinesischen Medizin die Akupunktur zuerst bekannt geworden. Der Ursprung dieser Therapie reicht bis 10 000 Chr. zurück, als man begann mit Steinnadeln Schmerzen zu lindern. Jahrhundertelang wurde das Wissen vom Heilen ausschliesslich mündlich  vom Meister an seine Schüler weitergegeben.  Das älteste medizinische Werk, der „Innere Klassiker des Gelben Kaisers“, das zwischen dem 2.Jahrhundert v. CH und dem 2.Jahrhundert n. Ch zusammengestellt wurde, bettet dieses Therapieverfahren erstmals in die gesamte chinesische Medizin ein. Noch heute gehört dieses Buch zur Pflichtlektüre jedes Studenten der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) in China. Die Wirkung von guter Akupunktur geht über die Behandlung einzelner Symptome hinaus. Akupunktur, die  die Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichtes zum Ziel hat will dem Patienten auch zu einem verbesserten Lebensgefühl verhelfen.

Die Arzneimitteltherapie
Chinesische Arzneimittel sind nicht deshalb chinesisch, weil sie nur in China zu finden wären. Einige der ungefähr 5000 bekannten und dokumentierten Mittel wurden nach China importiert, viele der Kräuter wachsen auch in unseren Breiten. Ein Chinesisches Arzneimittel ist chinesisch, weil es nach ganz spezifischen Eigenschaften klassifiziert ist. Dazu gehört der Geschmack, die Temperatur und der Bezug zu den Organen/Leitbahnen.  

An Mo / Tui Na  
Der Name verrät bereits die vier grundlegenden Massagetechniken: schieben (tui), greifen (na), pressen (an) und reiben (mo). Die Massagetechniken werden sowohl flächig als auch punktuell ausgeführt. Was ist der Unterschied zur westlichen Massage oder Akupressur? Tuina kombiniert spezielle hochwirksame Massage- und Grifftechniken mit der Kenntnis über Akupunkturpunkte und Leitbahnen. Die chinesische Massage gehörte seit jeher neben Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Bewegungstherapie (Qi Gong, Tai Chi) und Diätetik in den Rahmen der medizinischen Therapien Chinas. Sie wurde in der frühen Geschichte (618-905 nCh.) vor allem durch daoistische Ärzte als Mittel der Selbsttherapie und Prävention gefördert. Tuina eignet sich vor allem für die Behandlung von Kindern.

Diätetik

Die Ernährungslehre basiert auf der Energetik der Nahrung und auf deren Zubereitung. Gleich den Arzneimitteln  werden alle Nahrungsmittel gemäss ihrer Temperatur (kühlend, wärmend, neutral) und ihrem Geschmack (bitter, süss, scharf, salzig und sauer) klassifiziert. Je nach Krankheit, Konstitution, aber auch je nach Saison wird die Energetik angepasst.

Qi Gong

Diese Bewegungstherapie ist primär eine Gesundheitsübung um den Qifluss/ Energiestrom in den Leitbahnen und Organen wieder zu beleben. Es gibt zahlreiche Qi Gong Übungen und Methoden, die jede für einen bestimmten Fall geeignet ist. Ein erfahrener Therapeut kann Qi Gong auch in der Behandlung von Patienten anwenden.

Was kann Chinesische Medizin behandeln?
Allgemein kann jede Person mit Chinesischer Medizin behandelt werden, unabhängig von der Art der Erkrankung. in einigen Fällen kann eine Krankheit mit Hilfe von chinesischer Medizin geheilt werden. Dies ist der Fall bei den meisten akuten Krankheiten wie Erkältung und Grippe, viele schmerzhafte Zustände wie Kopfschmerzen, akute Gelenk- oder neurologische Schmerzen und zahlreichen gynäkologischen Problemen, wie auch vielen Kinderkrankheiten. Wenn eine Erkrankung organisch bedingt ist, wie zum Beispiel Arthritis, Diskushernie, verschiedene Tumore und andere chronische Konditionen, kann Chinesische Medizin und Akupunktur zur symptomatischen Erleichterung angewendet werden.

Wie lange dauert eine Behandlung?
Je länger es gedauert hat, eine Krankheit zu entwickeln, desto länger dauert auch eine Behandlung.
In China ist es normal Patienten täglich zu behandeln. Dies ist hier nicht möglich. In einer akuten Situation ist es empfehlenswert 5 Behandlungen innerhalb 2 Wochen, nachher nochmals 5 Behandlungen, eine pro Woche. Bei chronischen Beschwerden wie Allergien, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden oder chronische Schmerzen ist es empfehlenswert 3 Behandlungen in relativ kurzen Abständen und danach ein Mal pro Woche über mehrere Monate hinweg. Sobald sich der Zustand verbessert, werden die Behandlungen auf ein bis zwei Mal pro Monat reduziert.  Bei gesunden Menschen werden Zur Aufrechterhaltung der Gesundheit vier Behandlungen pro Jahr, während den Jahreszeitenwechseln, empfohlen.